Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Feder und der Degen
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 416 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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416 Unser Am das Schwert realer(־, Auf des Gegners Haupt geführt; Schrecken reißt die feigen Glieder, Aus des Todes Lager uicdcr. — So gcttäiiket von des Feindes Blut, Braust das Schwert von Heer zu Heer Tobt wie ungestüme Meeresfluth, Treibet alles vor sich her. — ״Lange stritten so beide Theile mit einander." — ״Mögen d i e entscheiden, fing einer von ihnen an, deren Vorzüge wir uns rühmen." — Und, siehe da! die Feder und der Degen erhoben sich von ihren Sitzen und ein jeder von ihnen begann selbst seinen Werth zu bestimmen. Der Degen. Bewundert meine Macht'. Ich bin es, der die Hel« den begeistert, ihr Herz mit Muth und ihren Arm mit Kraft stählt. Von mir erwartet die junge Lo'wenbrut ihre Nahrung, denn ich sättige sie mit dem Fleische der Hel« den und tränke sie mit dem Blute der tapfern Krieger. — Wer wagt es, sich mit mir messen zu wollen? Doch wohl nicht die Feder? sie, das leichte Geschöpf, das mein Feuer verzehrt? Mein Stahl berührt sie, und sogleich sinkt sie hin, wie ein zerbrechliches Rohr; rin leiser Hauch des Windes kann sie verwehen, und weg ist jede Spur von ihr. — D i e F e d«r. Wahr ist's, was du da sagst, wer kennet dich auch nicht, Tyrann, an deiner Gewalt, an den Grausamkeiten, die du verübt, seit dem Anbeginn deines Dascyns. — Doch was sollt' ich an dir beneiden? Daß du Blut ver« gießest und Unschuldige erwürgst? Oder daß du ringS um