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Sulamith · 1812-01-01 · Heft 2 · p. Seite 418

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
4 (1812)
Issue
Heft 2
Article
Die Feder und der Degen
Date
1812-01-01
Page
Seite 418 (sequence 7)
Language
German
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4t« ~™ erlangt, nur durch mich sie ihre Macht behauptet haben, gegen alles was sich ihrem Willen widersetzte. Ich unter« warf ihnen ihre Feinde und bändigte die Verräther, die es wagten, das Joch der königlichen Gewalt von sich ab« zuschütteln. — Nur durch mich werden Städte erobert, Wälle erstieg n und Festungen erstürmt; nur mir haben Könige die Erhaltung ihrer Größe zu verdanken. Ohne die Furcht die ich ihren Feinden einflöße, würden jene bald unterliegen. Doch ich send« meinen Schrecken vor ihnen her, und alles huldigt ihrer Macht. Hoch spritzt an den Nacken das Blut der Empörer und Leben wechselt mit dem Tode, wenn ich in die Reihen der Feinde eile mit eiserner Gewalt. — Die Feber. Mögen Tausende Deiner Gewalt weichen, mögen Millionen von Staubwesrn unter Dir erbeben, ich zittere nicht deiner Macht. In stillem Frieden genüge ich mir selbst, genüge allem, das sich mir nähert. Meine Reden find eine Zierde um das Haupt, der Monarchen, und meine Gleichnisse erfreuen dir Herzen der Menschen. Selbst die Gottheit bediente sich meiner, als sie die heiligen Worte des Glaubens den Sterblichen offenbarte. — Stärker bist du als ich, blendendes Werkzeug der leidenschaftlichen Roche! mächtiger und größer, der physischen Kraft nach; — aber auch der Geistigen? — ״ Hier schwieg die Feder. Aber ungetheilten Beifall winkte man ihr von allen Seiten zu, und beschämt kehrte der Degen in seine Scheibe zurück.״ I. Wolf.

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