Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Feder und der Degen
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 415 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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415 Ragt hoch auf selnem Haupt die Sterneiikro»' empor, Nur uns geziemt das Lob, des treuen Volke« wahrer Tribut: sei» Heil ergeht aus unsrer Mi'kt' hervor. Nur uns geziemt des Nachruhms Lied, der Lohn derBraseur Wir treten auf das Firmaments Gestirn einher. Selbst die das Schwert regieren sind nur unsere Sklaven: Ein Wort von uns - und ihre Größe ist nicht mehr. — ״Was? entgegneten die Feldherren, find wir nicht die Löwen des Krieges, die Tapfcrn mit unerschrockenem Muthe? Erheben wir daS Schwert, so fahrt deS Schreckens wilde Wuth schmetternd in die Rethrn ficherer Bewohner des Landes, und keiner Macht gelingt es dann vor banger Furcht zu wahren das unbefangene Herz. Eingelegt erzittert unser Sperr, und Zaghastizkeit ver« breitet sich über Land und Flur; Bestürzung gehet voran und unaufhaltsames Fliehen folgt hinten nach. Wir füh» ren den Degen, der ohne Zunge nachdrucksvoller spricht, als der beredeste Mund, und ohne Augen die entfernteste Beute erspähet. In seinem unaufgehalttnen Laufe reißt er alles mit sich fort, gleich einem heftigen Strome, dem nichts widerstehen kann. In der Versammlung der Großen um des Königs Thron ragt sein Haupt weit über die Häupter der umstehenden Menge; denn er ist dir Krone der Könige, das köstliche Diadem der Gesalbten des Herrn. Er bewacht, ehrfurchtgchietend, das Haupt derjenigen, an deren Seite er prangt, und die Opfer seiner Rache sind zahllos, wie Sand am Meere. ״Denn, sangen sie im erhabenen Tone, Gleich dem Schlachtvieh auf des Altars Höhen Das des Priesters Hand der Gottheit weiht» Bluten Feiude, wenn die Fahnen wehen, Rache droheird, und im wilde» Streit