Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Gedanken und Ansichten, die Israeliten betreffend
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 406 (sequence 15)
- Language
- German
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40$ —— kungen, welche etwa unumgängliche Rücksichten nothwen. dig machen. Andere Beengungen, wenn sie der Billigkeit zuwi. der sind, werden den schönen Zweck, aus den Israeliten destomehr anerkannt würdige Mitglieder des Staates zu machen, kaum zur Halste rrreichen lassen. — Daß der Israelit «in guter nützlicher Bürger sein kann, wenn der Staat sich seiner mit Menschenliebe und umsich, tiger Klugheit annimmt, ist längst zur Genüge gezeigt, und in neuern Zeiten durch Erfahrung hinreichend bestätigt worden. * **)) Politische Schriftsteller*) haben die Bedingungenunter welchen eine bürgerliche Identifikation zwischen Ju« den und Christen allein möglich sei, bestimmt angegeben, nämlich: daß wir dem Glauben an einen Na. tionalgott entsagen und an allen Staats« arbeiten Theil nehmen. Was den Glauben an «inen Nationalgott betrifft, so haben die Juden nie die« st» Glauben in dem Sinne gehabt, wie ihre Feinde den« selben bei ihnen zu finden wähnen. — Nur wer mit dem Geiste des Judenthums gänzlich unbekannt ist, oder wer die Schriften des alten Bundes gleich mit dem gehässigen Vorsätze zu lesen begann, um einen rohen Nationalgott, um Menschenhaß und Unsittlichkeit darin zu finden, nur *) Wer kennt nicht den tüdmlichen Eifer der Israelitischen Einwvl'ncr Preußens, den sie in dem letzter» Kriege gezeigt baden!' Bereitwillig unb mit lliede gaben sie Gut und Blut di», um idrem neuen Watcrlandc <das sie erst seit einigen Jadrcn so nennen können) Unabhängigkeit und Freideit erkämpfen zu helfen. **) F. Duchdvlz u. a.