Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Gedanken und Ansichten, die Israeliten betreffend
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 403 (sequence 12)
- Language
- German
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4<rZ ihren Kindern vermindert sich, wenn diese, ihrer Einsicht folgend, den väterlichen Willen der eigenen Vernunft auf« opfern. Diese Uneinigkeit und Verwirrung treten als. dann verwirrend in's äußere Leben, und umschlingen auch dieses verderblich, gleich einer zwcigreichen Liane, die allen Nahrungssaft der Pflanzen verzehrt. Es gewahrt einen herrlichen Anblick, wenn ein gan« zes Sonnensystem verwandter Herzen in den harmonischen Akkord der Liebe verschmilzt; «S giebt nichts schöneres auf Erden, als eine ganze Familie zu sehen, in welcher ächt« religiöser Sinn und fromme Liebe den Geist der Eintracht erzeugen und den Menschen zum wohlthätigen Wirken im Leben weihen — und in dieses voststimmige Saitcnspul hat der Unsinn und die umbildende Zeit mit eiserner Hand gegriffen und einen forttönenden Mißlaut unter uns erzeugt! — -Die Erziehung, die alle Kräfte der Jugend in Anspruch nehmen und für die Idee der Menschheit harmonisch entwickeln sollte, wird von manchen Eltern von beschrank« ten Ansichten geleitet, verkehrt behandelt oder vielmehr vernachläßigt. Die reifere Jugend hat sich hie und dort von vielen Verhältnissen losgerissen; aber ihnen ist nicht- Besseres in einer dauerhaften Form gegeben — daher sie sich an nichts binden, im Ganzen gar nichts Bestimmtes sind. Eine solche Gesetzlosigkeit in der Religion führt, dem Naturgange gemäß, früh oder spat zur I r r e l i g i o n, dieser Mutter aller Unthaten. — Unter diesem Einflüsse wachst nun der junge Aufflug heran und empfangt in sei« nem offenen Gemüthe die widersprechendsten Grundsätze, und in seinem Geiste die regclioftstr Mischung vou Licht