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Sulamith · 1812-01-01 · Heft 2 · p. Seite 387

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
4 (1812)
Issue
Heft 2
Article
Über die Erscheinung in der Welt, daß die Bösen meist glücklich, die Guten hingegen meist unglücklich sind
Date
1812-01-01
Page
Seite 387 (sequence 10)
Language
German
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-— 387 Zugestanden, daß die Macht der Dösen oft zu groß, Md ihre Aftcrpolitik zu sein ist, um von andern Menschen etwas fürchten zn dürfen, haben sie darum weiter nichts zu fürchten? Giebt es keine Elemente, dies« fürchtet« lichcn Diener der höhrrnWeltreqierung? KönnenOrkane und Sturmwetter nicht mehr wuchcn, Erdbeben nicht mehr dir Erde spalten, und Schlösser und Festungen ein« stürzen; Blitzt nicht mehr treffe» und zermalmen; Was« serfluthen nicht mehr alles überschwemmen und zu Grund richten? Kann der Würgengel der Pest nicht mehr über die Körper gefallener Großen, die ihre Macht gewiß« braucht haben» hinwegtreten? — Und giebt es außer die« sem himmlischen und schrecklichen Gericht der Natur kein Grab» keine richtende Gottheit, keine Zukunft und Vergel« tung? Welcher Mächtiger, welcher Sultan kann dem Grricht des OberlehnSherrn der Welt entgehen? Wer kann den Herrn aller Herren bedrohen, oder bestechen, daß er seine Hand nicht aufheben, und daö Zöchen der Verdamm« niß ercheile? Wer kann der Macht, der Allmacht, und der Allgegenwart dessen, der auf dem Thron des Weltalls sitzt, entfliehen? — ״ Wo soll ich hingehen vor Gottes Geist? Wo soll id) hinfiiehcn vor Gottes Angesicht? Führe ich gen Himmel, so ist Gott da; bettete ich mir in die Holl«, siehe, so ist Gott auch da. Nähme ich Flügel der Morgenrölhe und bliebe am äußersten Meer, so würde mich doch Gottes Hand daselbst finden, und seine Gewalt mich erreichen. Spräche ich: Finsternisse mögen mich decken, so würde die Nacht doch Licht um mich sein. De;11־ die Zinstern.ß ist nicht,finster bei Gott, und die Nacht leuch, tet hell wie der Tag.ך- ״• Ist demnach das Stück ver

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