Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Erscheinung in der Welt, daß die Bösen meist glücklich, die Guten hingegen meist unglücklich sind
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 382 (sequence 5)
- Language
- German
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38« - Allein bkfc Erklärung dient mehr dazu, die Losung des. aufgegebenen Räthsels vorzubereitcn und zu erieich. «ern, als sie selbst zu bewirken. Denn nach dieser Erklä« rung der Sache ist die Erscheinung: daß die Guten meist unglücklich, die Bösen aber meist glücklich sind, — eben so richtig, als der Satz: daß man durch Tugend nie» mals unglücklich» und du! ch Laster niemals glücklich werden könne, als unrichtig auffällt. Doch wir ist dieß möglich? Me kann der Mensch durch Tugend, durch Gutsein und Guthand ein jemals unglücklich werden? Laßt sich dieß auch nur denken, geschweige denn glauben? Giebt es nicht e neu G o tt,, einen weisen und gütigen Gott, von dem die Menschen und alle Dinge herrühren? Müssen die Men« scheu, wie die Welt und die Welten, nicht einen Endzweck des Daseins, folgUch auch einen Endzweck ihres Wirken- und Beginnens haben? Und müssen nicht eben beßwegen Ursache und Wirkung, Grund und Folge im Zusammen« Hang mit einander stehen und bleiben? Muß also durch tugendhaftes, gutes Leben, als Ursache betrachtet, nicht eine gute und glückliche Wirkung hervorgebracht werden? Nicht anders. Die Wirkungen» die Folgen der Tugend und der Religiosität, die nahen, die zeitlichen sowohl als di« fernen und ewigen können schlechterdings nur -Ute und glückliche sein, können nur zu einem beseligen« den und belohnenden Resultat führen. In Wahrheit! die Folgen der Tugend, des guten, moralischen Verhaltensind auch k«ine andern, als gute und glückliche, selbst wenn man den Blick, wie hier ge« schieht, bloß auf das Irdische und Zeitliche, oder auf das Uisseitige des Lckens beschränkt. Wer mit dem End«