Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Erscheinung in der Welt, daß die Bösen meist glücklich, die Guten hingegen meist unglücklich sind
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 379 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2304627-2304640-2304642-2307042--04546-2307525- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Z79 finden sich vierHauptwörtec, vier Begriffe: Tut, bös, glücklich, unglücklich. Mit fcicfea vier Begriffen und deren Auseinandersetzung wird und muß sich also dir folgende Abhandlung beschäftigen: Welche Menschen nennt die Welt gewöhnlich Glückliche! Ruche, Anaesebew, Vornehme, Große, — das sind die Glücklichen im S!nn der Welt. Menschen die viel Geld und Gut baden. die i» Hoden Ämtern und Ehren glän« ze>,, die d>e Welt und die Weltluii auf eine luxuriöse und vffntlichr Arc aenießen, die überall in Ansehen und Gunst siede», die leicht alles, was sie wollen, erlangen und durchsetzen können, und deren Aeußeres in ihren großen Häusern sowohl, als bei ihren häufigen Erscheinungen im Publikum die Auge» der Menge auf sich zieht, — mit einem Worte, Glückliche nennt die Welt gewöhnlich solche Menschen, die in der Welt durch weltliche, d. h. durch äußer«, in die Sinne fallende Dinge und Vorzüge sich auszeichnen. Menschen hingegen, die das nicht sind und haben, Mas jene Glücklichen sind und haben, und zwar deswegen nicht sind und haben, weil sie es entweder verloren ha« Heu, oder es, aller Mühe und Ansirmgung ungeachtet, uicht werden konnten, — solche Menschen nennt gewöhn«!ich die Welt Unglückliche. Die Formeln, deren man sich zu bedienen pflegt. wenn von einem solchen Unglücklichen dir Rede ist, die Formeln: der hat kein Glück, er mag unternehmen, was er null; mit dem will es n cht geben, der kommt zu nichts, oder, auf keinen grünen Zweig, der verliert noch tzaabe und Gut; der wird noch ganz arm und ung.ückiich werden; — alle diese und andere Dd 2