Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Erscheinung in der Welt, daß die Bösen meist glücklich, die Guten hingegen meist unglücklich sind
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 378 (sequence 1)
- Language
- German
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378 III. ticke die Erscheinung in der Welt, daß die Bösen meist glücklich, die Guten hingegen meist unglücklich sind *). Durch Tugend kann man in Ewigkeit nicht unglücklich, und durch Laster in Ewigkeit nicht glücklich werden. Ein Satz, vom Himmel gelehrt, in der Hölle als wahrempfun« den, auf der Erde bald schwankend geglaubt, bald unüber« legt verworfen. Möchte doch endlich dieser himmlische Satz auf der Erde allgemein und bestimmt als wahr angenommen, und danach, als nach dem ersten und wichtigsten Princip, gedacht und gehandelt werden! — Aber wie, höre ich allenthalben fragen, wie vereint sich mit diesem Satz die angegebene Erscheinung in der Welt: daß die guten Menschen meist unglücklich, die bösen Menschrn dagegen me.st glücklich sind? Wird nicht durch dies« Erscheinung jener Satz: daß man durch Tugend niemals unglücklich» und durch Laster niemals glücklich werden könne, gänzlich über den Haufen geworfen? So scheint es allerdings. Wichtig, höchst wichtig ist es daher, dieses große Räkhsel zu lösen, so zu lösen, daß endlich in Be« treff dieser hieroglyphischen Erscheinung eine feste Ueber« jeugunq unter den Menschen aebildet werde. In der Erscheinung: daß die Guten in der Welt meist unglücklich, die Bösen aber meist glücklich sind, *) Im Jahre 1810 verfaßt.