Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Nichtigkeit der irdischen Güter
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 373 (sequence 13)
- Language
- German
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373 Traume erwacht und seinen Jrrthum mitCchaudern wahr« nimmt: denn der Mensch in höchsten Würden, wenn er kein Weiser ist, fahrt er hin wie vernunftloscs Thier; seine Herrlichkeit folget ihm nicht nach, er nimmt keine Schatze mit — in Tod. In Tod? und warum, werdet ihr fragen, mabnt euch meine Rede gerade jetzt, da wir vergnügt sein wollen, an des Lebens letzten Augenblick? Ich folge hierin dem Beispiele eines Talmubisten, den man bei einem Freudenmahle -um Gesänge aufforterte, und der nun sein Lied mit den Worten begann: wehe, daß wir sterben! wehe, daß wir sterben müs« sen!') und das Chor der Gäste fiel ein, auf Anleitung des Rabb,: Religion und Tugend beschützrn uns,") (Gewiß «in herrlicherer Gesang, als viele unserer neuen Tisch׳ und Weinlieder, die das Freudenmahl ent« weihen und vergiften!) Die Erinnerung an die letzten Au« genblicke des Lebens ist gerade bei freudigen Eelegenbeiten weislich und an ihrem Orte, und war auch bei vielen alten Völkern üblich. Möge sie bei uns noch zwei andere Zwecke hervorbringen. Wir sind sterblich! der Reiche ists! der Arme isis! hierin genießt dieser mit seinem re!« chern Bruder völlige Gleichheit. Dieser Gedanke allein möge dich, du Reicher und Vermögender, an deinen armern Bruder erinnern und dein Herj für ihn erwärmen, daß du sagen möchtest mit Hiob: *) די לין רמחנן, וי לין דמהנן! **) הי תררר ודי מציר דמגנו עיין,