Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Nichtigkeit der irdischen Güter
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 372 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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37* bei ,«der Handlunq, die wir verrichten immer an die zwei Lehren denken: alles ist eitel! nur Gottesfurcht und Pflichterfüllung machen die Würde des Menschen aus, wie der König Salomo sage, so werden wir auch denjenigen Dingen, die vergänglich und Nichtig sind, «inen vernünftigen Sinn geben durch ihre Anwendung; wir werden die Güter des Lebens nicht über ihren Werth schätzen, wie es so häufig geschieht, wir wissen ja, was sie sind , und wie sie genossen werde« müssen; wir wissen ja» daß wir nicht auf die Erde gesetzt sind, um auf ihr, wie an einer reichbesetzten Tafel, zu schmau« sen, und über unfern Leib unfern Geist zu vergessen, wie es wiederum so häufiig geschieht von Jung und Alt, von Jungfrau und Jüngling, vom Knaben und Mädchen. Wie wissen ja, daß alle irdischen Güter zwar nicht verworfen, nicht verachtet werden müssen; aber daß sie nur Mittel zu jenem großen Zwecke sind, immer besser, immer vvllkommener, Gott ähnlicher zu werden, mit ihm übereinzustiin» men in unsrrm Thun, in unserm Lassen: Nur Harmonie mit Gott Ist wahre- Glück: L>ieß ist kein süßer Wahn, es bleibt, geht ulcht vorüber Wie leichter Dlüthengeist; es leitet uns hinüber Inwahre Sein, inreine Licht in Gott. Dieß allein ist nicht eitel! wer Herz und Sinn dafür hat, der fühlt es! wem Herz und Sinn mangelt — ach, der ist wahrlich zu bedauern; und mag er im Schooße des Ueberflusses sitzen, schwelgen, prassen und vergeuden — wir beneiden ihn nicht: sein Inneres ׳st leer und wüste, und wehe, wehe, wenn er von seinem