Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Nichtigkeit der irdischen Güter
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 371 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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371 Ein herrlicher Sinn! da Gott den Menschen ins Dasein gerufen, so muß er in ihm einen großen Zweck beabsichtigt haben, und dieser Zweck ist kein anderer als: alle sei» Thun und Lassen müsse den bharakter der Tugend und Frömmigkeit an sich tragen, weil Tugend und Frömmigkeit a l« lei« zu denjenigen Gütern gehören, die ewig dauern und niemals untergehen, Tu« gend und Frömmigkeit allein ewig sind und uns für die Ewigkeit bilden; sie allein im Stande sind, unser Glück zu begründen, der« gestalt, daß es von keiner irdischen Macht zerstört werden kann. Die Freuden, welche die Tugend und di« Frömm!gke>t gewähren, die allein sind rein und ohne Bitterkeit; sie allein sind wahrhafte Lebens« schätze, welche jeder Vergänglichkeit trotzen und nickt unter die Eitelkeiten der Welt gehören. Gottesfurcht und Pflichterfüllung — seht da die Sterne, die uns auch in der finstern Grabcsnacht leuchten und nie unter« gehen. Salomo, nachdem er alles versucht und mit dem Hellen Lichte seiner Erfahrung erleuchtet und alles, alles für «icel erklärt, hat endlich die Bedeutung und den einzig wahren Sinn des Lebens gefunden und dieser ist: Fürchte Gott, und halt« seine Gebote — dieß ist dir Bestimmung aller Menschen.*) Wenn wir demnach bei jedem Gedanken, der in uns entsteht, bei jedem Worte, das über unsere Lippen geht, *) כיף דבר הניי נשמע את האליהים ירא ראה עצותיו שמור כי וה כג1 האדם.