Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Nichtigkeit der irdischen Güter
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 370 (sequence 10)
- Language
- German
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37° und ihrer Fahne geschworen, er darbt und seine Kinder darben, wahrend der oft unwissende Reiche im Ueberfiuffe schwelgt und sich zuweilen herablaßt den nochleidenden Weisen zu — bemitleiden. ״Nicht Weife haben Drod, nicht Verständige Reichthum, ach, <6 ist alles, alles eitel!" Aber — so höre Ich euch fragen — wenn Eitelkeit das Loos der Menschenkinder ist, wozu sind wir denn da? wäre eS nicht besser, der Mensch wäre gar nicht ge. worden auf Erden? In der That, meine Freund«, wurde diese Frage in den Schriften der Weisen oft genug aufgeworfen, erläu« tert und beantwortet. Auch im Talmud, diesem reichen Magazin für Verstand und Herz, ward uns folgendes erzählt: ״Mehre.e Jahre beschäftigte die Schule von Sammai und Hillel die Frage: ob es nicht besser sei, der Mensch wäre nie ins Dasein gerufen worden. Allerdings wäre es besser! war das Resultat der Unter, suchung; da er i ndessen aufdie Erde gesetzt ist, so möge er seine Handlungen genau abwägen und erwägen."*) *) שחי שנים ומחצה נחליה,ו בית שמאי ובית הלילי, SSn,* אומרים נוח ליו ליאדם שייא גברא יותר משנברא ורליייר אומרים נוח ליו ליאדם שנברא יותר משלי א נברא, נסנו וגמרו, נוח ליו ליארם שלי א נברא יותר משנברא ועכשר שנברא יפשפש במעשיו, ואמרי ליה ימשמש במעשיו.