Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Nichtigkeit der irdischen Güter
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 367 (sequence 7)
- Language
- German
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---;67 wie Oelbaurnssprossen feine Kinder um seinen Tisch herum sitzen, Kinder, Geschenke drö Herrn, der Tugend Lohn! — was ist der Freude zu vergleichen, wenn sie, unser!, Wün« schen entsprechend, gute und nützliche Menschen werden, und wir uns laben an ihren Blicken, an ihren Worten, an ihren Thaten! — Was ist der Freude zu vergleichen, wenn wir sehen, wie ihre zarten Seelen sich mit jedem Tage immer mehr veredlen und herrliche Früchte vecspre« chen, und man uns zuruft: Siehe, solche Kinder sind Geschenke des Herrn, Jugendsöhne find Geschosse in der tapsern Streiter Hand, lassen nie zu Schanden werden. — Wahrlich! große Freuden! aber auch große Leiden! — Was ist dem Schmerze zu vergleichen, wenn so mancher von uns trotz seinen vielen Mühen im Schweiße seines Angesichtes von der Armuth tückisch verfolgt wird, wenn um Brod die Kinder flehen und um Gewanv, den nackten Leib gegen des Winters rauht Kalte zu schützen; wenn die Thranen in des treuen Weibes Augen, die Thränen in den Augen schuldloser Kinder unsere Ankläger sind — Spiegel sind, in welchen wir unser Elend um so viel dcutlicher, um so viel größer, in welchen w.r die Jammerge« sialtcn vervi:lfacht erblicken! — Was ist dem Schmerze zu vergleichen, wenn der Sohn oder die Tochter aus« artet und unser Herz betrübt und uns Trauer bereitet, statt Freude, Schande statt Ehre, uns verwundet stait zu heilen! — Was ist dem Schmerze zu vergleichen, wen« uns der Tod, der das Alter nicht achtet und dir Jagend nicht begünstigt, rin oder zwei geliebte Wesen von unserm Herzen gewaltsam abrrißt, unsere Lieblinge uns ui!barm>