Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Nichtigkeit der irdischen Güter
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 366 (sequence 6)
- Language
- German
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ersten Vorfahren, ans btm schonen Eben getrieben, und schämten eS an mit nassen Blicken und riesen wchmüthlg aus: Eitelkeit der Eitelkeiten, alles ist eitel! Mit den Jünglingsjahren kamen neue Freu׳ den, neue Leiden. So mancher unter uns mag gar große Plane entworfen haben, was er werden, wozu er sich be׳ stimmen, wie er sich berühmt in der Welt machen will, durch Handel und Gewerbe, durch Kunst und Wissnschaft, und wodurch man sich sonst bemerkbar machen kann — w׳e manches Luftschloß ward da erbauet! und wie hold lächelte uns die Zukunft und ihre Schwester, die Hoff, nung, an! — W« manche Freundschaft ist da nicht gestiftet, wie mancher Bund der Herzen ist da — in unserm Wahne — nicht für Ewigkeiten geschlossen worden! — Aber ach! wie gar nichtig, wie trügerisch diese Aussichten, diese Erwartungen! Eitelkeit der Eitelkeiten, es ist alles eitel! auch die Jünglingszrit schwand dabin, schwindet dahin, die Freuden sind vergänglich, auch die Leiden sind es, und wir rufen mit dem, der so viel genoß, der so viel erduldet: ,,Nichtiges Trachten, alles ist eitel!" Und gieng's dem Mann wohl besser? in seinem Wirkungskreise, bald enger bald weiter — da giebt <S freilich ernstere und wichtigere Beschäftigungen, dauerhaft tere Freuden — aber auch anhaltendere Leiden! — Was ist der Freude zu vergleichen, wenn in geschäftiger Tha« tigkeit von seiner Hände Arbeit der Mann reichlich sich er« nährt; wenn, mit dem heiligen Sänger zu reden — sein Weib ein traubenreicher Stock an seines Hauses Seite ist,