Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Predigt
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 336 (sequence 6)
- Language
- German
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4)6 wtls und der Erde. Antiochus, mit dem Beinamen Ephiphanes, so hieß der unwürdige, hatte das ganz« Land Egypten erobert, und es seiner Herrschaft unterwor« fen; darauf aber ward er stolz und hochmüthig, und sprach in seinem Herzen: meine Kraft und dir.Gewalt meines Armes haben mir solches Gut erworben; mir gehört die Hoheit und die Macht auf Erden: ich kann das trockne Land in Meer verwandeln, und der Meeres« fläche gebieten, daß sie zu festem Lande werbe. — Und in seinem Uebrrmuthe zog er hin gen Jerusalem, die heilige Gottesstadt, und belagerte sie mit feindlicher Ge« Walt. — Wahrlich, schwere Sünden müssen damals unter Israel geherrscht haben, denn der Herr gab sein Heilig, thum den Fremdlingen Preis, und die Heiden eroberten die Stadt und vergossen viel unschuldigen Blutes in Israel, und plünderten die Hauser und rissen die Mauern nieder, und setzten sich in die feste Burg Davids, das ist Z i o n. Aber Antiochus drang in den Tempel des Herrn und entweihte Gottes heilige Statte mit lästerlichen Händen, raubt« die heiligen Gefäße, und ließ die Bücher des gött« lichen Gesetzes zerreißen und verbrennen, daß der Wohn« sitz des Herrn, öde und verheert, einer Freudenleeren Wüstenei gleich war. — Und in das Allerheiligste hinein stellt er den Götzen, dem er und seine Völker bienen, und «inen Altar richtet er ihm auf, und bringet daselbst Opfer, dem ewigen Gott ein Greuel. Aber ein Geboth läßt Antiochus ergehen durch das ganze Land, daß alle aus dem Haufe Israel und Judah zu dem Götzendienst der Heiden sich bekennen, daß sie die Eabbathe und Feiertage entweihen, den aus Holz und Stein geformten Göttern