Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Predigt
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 335 (sequence 5)
- Language
- German
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335 “״■ GotteS dem Könige Cyrus verkündigte. Dieser men« schenfreundliche Monarch, der, obgleich ein Heide, von reinem Gefühl der Menschlichkeit geleitet, der Wvhlrbater des Israelitischen Volkes geworden, und aus dem Druck der Sklaverei es der Freiheit und dem heiligen Rechte der Menschheit wiedergeschenkt hatte: Cyrus war es würdig, daß der Herr durch Ieschajah' s Mund also zu ihm gesprochen: So spricht der Herr zu seinem Gr« salbten, dem Cyrus, den ich bei seiner rechten Hand ergreife, die Völker ihm zu un« terwerfen; den Königen di« Schwerter ab« zugürten, auf daß vor ihn die Thüren ge« öffnet werden und die Thore nicht ver« schlossen bleiben. — Ich werde vor dir hergehen, und alle Krümmen ebnen, ich will die ehernen Pforten zerschlagen, und die eiserne» Riegel zerhauen, ich will dir geben die heimlichen Schatze und di« ver. borgenen Kleinode, damit du erkennst, daß ich der Ewige, Gott Israels, dich bei Na« men nenne, ja, ich nenne namentlich dich, um Jakob, meines Knechtes willen, um Israel, an dem ich Wohlgefallen finde. — (Jesaia. 4, 1 — 5). Zweihundert Jahre lang hatte Israel dieser Wohl« that sich erfreut, und dem Evtl seiner Väter in Friede und mit Freudigkeit gedient, in dem wieder gewonnenen Vater« lande, in dem neu erbauten Tempel: — Da stand in Syrien ein neuer König auf, der da nicht kannte den Gott Israels, den Ewigen Zebaoth, den Schöpfer dcS Him«