Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Predigt
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 334 (sequence 4)
- Language
- German
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334 Diese Worte dankbarer Rücker innerung und froher Hoffnung des Propheten Je sch aj ah, welche wir auS dem 17. Vers des 45. Kapitels von dessen Prophezeiungen entnommen haben, mögen uns vorschwebcn an dem gegen« wattigen Fest Chanuckah, das ist, das Fest ter Tempel« weihe, welches wir in den acht Tagen begehen, von denen der heutige Sabbathtag der vierte ist. Dieses Fest grün« det sich auf eine Begebenheit, welche unsern oben ausge« sprochenen Catz auf das herrlichste bestätigt: es ist die Befreiung Israels durch Judah, Cohn des Hohenpriesters Mathatiah, mit dem Beinamen Maccabäus. Da diese Begebenheit aber in die Zeit des zweiten Tempels fällt und ihrer in solchen Geschichtsbüchern Erwähnung geschieht, die wir nicht zu den Büchern der heiligen Schrift zäh« len, so dürfte sie unter uns und überhaupt in Israel nicht so bekannt sein, als sie es ihrer Wichtigkeit wegen verdienet. Wir wollen demnach die Begebenheit selbst, die zu diesem Feste Veranlassung gegeben, zu dem Gegenstand unserer heutigen Betrachtung machen, und daran folgende zwei Sätze knüpfen: Erstens: welche Empfindung soll die Gedächtniß« frier dieses Festes in uns hervorbringcn? Zweitens: zu welchen Hoffnungen darf es uns berechtigen? Israel wird durch Gott gerettet durch eine ewige Hülfe, und ihr werdet nicht zu Spott und nicht zu Schanden werden bis ln Ewigkeit. Solche frohe Worte ruft der begeisterte Seher des Herrn in seiner Prophezeiung aus, welche er im Namen