Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 320 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Z20 ~- VerfassungSweftn in Frankfurt in einem länger« Artikel Folgendes: ״Wenn man den Deutschen in der letzten Hälfte deachtzehnten Jahrhunderts der Kleinlichkeit und Pedanterie vielleicht nicht mit Unrecht zeiht, so trifft dieser Vorwurf auf allen Fall und unbezweifelt den damaligen deutschen Reichsstädter, und insbesondere den damaligen Frank, furter. Ein lächerliches, eingebildetes, linkisches Wesen, ein enger, beschrankter, Alles auf sich berechnender Sinn, ein zähes Halten am Veralteten und Herkömmlichen, mach, len die Grundzüge seines Charakters aus; fclbst die kauf, männischcn Spekulationen waren mehr auf kleinliches Be» nutzen günstiger Lokalverhalrnisse berechnet, als daß sie ins Große eingegangen waren. Ob es überhaupt politisch gewesen, Deutschland in solche kleine Bundes, staaten, wir dir freien Städte, zerfallen zu lassen, daS soll hier nicht geprüft werden; genug, daß es sich so ge. macht hat. Was aber unter den jetzigen Umstanden Deutschlands Fürsten von d!n freien Städten zu erwarten und zu fordern berechtigt sind, wäre eher der Untersuchung * werth. Vor allen Dingen dürfen sie wohl erwarten, daß dir Bürger einer solchen Stadt, denen ein so unverhofftes Glück zu Theil geworden, begreifen lernen, daß der Geist der jetzigen Zeit von dem der vorletzten sich schon darin wesentlich unterscheidet, daß er nicht der des Widerspruchs und des Haders, sondern der der Einigkeit ist. Zum Glücke Deutschlands stehen feine mächtigsten Fürsten im engen Freundschaftsdündniß, und <S wäre schlimm» wenn, was diese im Großen ausjusübren denken, von jedem solcher Duodezstaaten erst lange besprochen, wohl gar widersprochen