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Sulamith · 1812-01-01 · Heft 2 · p. Seite 312

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
4 (1812)
Issue
Heft 2
Article
Die Gesellschaft der Humanität zu Kassel
Date
1812-01-01
Page
Seite 312 (sequence 16)
Language
German
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zir daß freund'ich alles zu allgemeinem Wohl zusammen greife. Heilig müssen wir aber bewahren, was Ehrwürdiges und Weises liegt in dem, was uns ursprünglich eigen, und dadurch, daß wir beitragen, eine Jugend zu bilden, die Treue, Redlichkeit, Ehre und Religion als unterscheidende Merk« male in die Verhältnisse des bürgerlichen Lebens bringt, geben wir gewiß kein geringes Zeichen unsers ernsten, redlichen Willens. Wir selbst aber, meine Herren! halten wir fest und treu beisammen in guten Vorsätzen und gu« tem Beispiel. Nur durch gesellschaftliches Zusammenwirken kann Gemeinstnn entstehen, und ohne Gemeinsinn wird kein Heil für uns erwachsen. Eine reiche Fülle von Seegen und jeglichem Gedeihen, wohnt in der alten Liebe und Treue an das, was die Menschen bindet seit Jahrtausenden, was die Väter zusammengehalten in Blutströmen und in grausinnen Flammen, und was aus Erinnerungen unserer e!g« nen Kindheit bald mehr, bald weniger vernehmlich, aber zauberisch stets, rührend und traulich und feierlich;»gleich in uns herüber klingt, sich antwortet aus einer Brust in die andere, und woran wir uns erkennen und fassen und umfchlingen. Zum Ganzen aber hat «in jeder das Seine nicht bloß in äußerm Opfer, sondern auch an innerer Be« strebung beizutragen, und soll weder Hvchmuth sich in fhörichtem Dünkel, noch falsche Demuth im kleinlichen Zweifel an den eigenen Kräften, sich von der gemeinsamen Pflcht lossagen. Zum Guten haben wir Alle Kräfte, möge nur der Wille niemanden fehlen, und keiner es als unbedeutend ansehen, wenn sein Scherflrin, so klein es auch sei, bei der Summe aller gemeinschaftlichen Mühen fehlet. Sonst möchte es ergehen, wie da, um mich eines

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