Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Gesellschaft der Humanität zu Kassel
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 310 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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gio Gemisch Don zusammenhängenden Theilen, will nicht, daß ln einer bedeutungslosen Leere jede achtungswürdige Eigen, thümlichkeit sich auflöse, sondern sie alle erhalten und sam« mein und ordnen, und jede in ihrer Art vcredlen und er« heben. Darum sei auch ferne jede Desorgniß für die Er« Haltung des edlem Menschensinnes, ferne jede Furcht, daß die Vortheile, die dis dahin gereift, verlohren gehen, und der rauhe Sturm der Zeit, der die Spreu verwehet, auch die volle Aehre entführen werde. Der Schutzgeist der Menschheit waltet hoch über die Lau« nen der Zeit. Rückschritte thut er anders nicht als scheinbar, und kein menschliches Wollen halt ihn auf in seinem Fluge. Wir aber, die wir hier versammelt sind, unter seinem Namen, ist gleich unsere Bestimmung und unser Endzweck, tief unter jenen allgemeinen Ansichten, und in eng« Gränzen gefesselt, wir mögen dennoch freudig ihn unter uns nennen, den göttlichen Genius; und erheben wir zu ihm die küh« um Gedanken, darf doch niemand unser Beginnen weder tadelnswürdig noch vergeblich schelten. Unserer Stiftung ge« mäß, uns immer mehr zu den Gesinnungen allgemeinen Wohlwollens zu erheben, und andere dazu, und zu wür« diger Vorbereitung zur bürgerlichen Gesellschaft erheben, Linderung in leidende Busen gießen, und künftigen Leiden verbeugen, sind herrliche Attribute, und wir dürfen stolz auf sie fein, in jeder Zeit, und sie zu erfüllen nimmer uns scheuen. Beschränkt aber, wie unsere Mittel sind, beschränkt wie wir sind innerhalb der Gränzen eines einzigen Stam» wes und Glaubens, täuschen wir uns nicht mitden schmei« chelnden Bildern glänzenderer Zwecke; täuschen wir unS