Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Geschichte der Israeliten in Wien und im Lande unter der Ens vom Jahre 1156 an bis in den gegenwärtigen Zeiten
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 291 (sequence 3)
- Language
- German
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LA» Zn diesem Falle konnte es erst, nach fleißigem Unterkickte des Pfarrers und nach vorausgegangener genauen Prüfung, mit der Vorsicht zur Taufe vorgelassen werden, daß nämlich dem Kinde, nach Maaßgabe des Vermögens der Eltern, der tägliche Unterhalt abgereicht und der Kinbestheil versickert würde. Auch wünschte die erhabene Landesfürsiinn im I. 1766 für dir Juden eine eigene Judenstadt wieder in Wien aus«;»zeichnen, wozu rin kleiner Auflauf Anlaß gab. Es ward hierzu im Jakre ,766 du Jagerzeile in Vorschlag gebracht: allem man fand die Herberge für fremde, mit Paffen versehene Juden im Sonnenfelbischen Hause zureichend genug. L!e abgerhnlt in der Stadt wohnenden, bereits geduldeten und höchst gesitteten Juden, behielten nngestört ihren Aufrnthalt» wie auch ihre Synagoge in ihrem vorigen, vor jedem Anfall gesicherten Platz. So große und prciswürdige Grundsteine legte die unvergeßliche Monarchin» zur Versittlichung und Bildung einer Elaubensparthei, welche durch Jahrhunderte verachtet und unterdrückt war, dir nun in ihren Staaten nicht mehr verwaiset von Ort zu Ort umher irren durfte, und wenigstens eine menschenfreundliche und duldsame Aufnahme und Ansiedelung erwart n durfte. Auf dieser festen Grundfläche führte nun im I. 1782 der unsterbliche Kaiser Joseph II 1encs glorreiche Tole« ranzgebäude auf, aus dem die nun vollendete Veredlung der heutigen Judenschaft Wiens, wie der übrigen in den K. K. Erbstaeuen, hervorgirng. Persönlicher Schutz, Sicherheit des Eigenthunis und jede Art des erlaubten Erwerbes ist gegenwärtig den südl- X -