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Sulamith · 1812-01-01 · Heft 2 · p. Seite 282

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
4 (1812)
Issue
Heft 2
Article
Über die wohlthätigen Folgen der höchst weisen und liberalen österreichischen Gesetzgebung in Betreff einer soliden und moralischen Annäherung der böhmischen Israeliten zum gemeinschaftlichen Bürgerv
Date
1812-01-01
Page
Seite 282 (sequence 4)
Language
German
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282 zunchmendln sittlichen Besserung einer beglückenden Zukunft entgegen fr den. Wie sehr aber auch diese hohe Verordnung die erwünschten Folgen schon seit einem Zeiträume von vierzehn Jahren hervorbrachtr, liegt wahrlich klar am Tage. Eeit dieser für die Israeliten günstigen Epoche, sah man, freilich nur mit unpartheiischen Augen, mit jedem Jahre, die Anhänger des MvsaismuS sich immer näher und naher an den gemeinschaftlichen ed'en Bürgerverein anschließen; man hat seit dieser Zeit wahrgenommen, daß die meisten unter ihnen — bis auf einige Auswürflinge, die auch lei« der unter uns Christen anzutreffen sind — dem schandli« chen Wucher entsagt haben; man har auch mit Vergnügen bemerkt, daß sich eine betrachtiche Anzahl der Israeliten nützlichen Gewerben gewidmet hat, die selbst >n Prag die Zahl von 400 übersteigt; und man muß unter solchen Umstanden wahrlich dem wohlthätigen Genius der Zeit Dank wissen, daß die unglücklichen Israeliten durch Menschen, frenndliche Behandlung, selbst in derverwichenen Kriegesepoche, sich zu Allem herbeiliß, was die strengste Bürgerpflicht von jedem rinzel« ncn Uncerthan heischt. Freiwillig boten sogar die Würdigsten derselben ihre Dienste der braven musterhaften Bürgermiliz an: stellten mehrere Hunderte unter tie streit« bare Mannschaft, von denen viele auf dem Feld der Ehre für die Gerechtsame ihres Landesfürsten geblieben sind. Wie sehr auch seit dieser Zeit die, einem jeden Staate so nütz« liche, Industrie durch Errichtung der schönsten Fabriken ge« Wonne» har, und wie viel Hände durch diesen blühenden Handluiigözweig beschäftigt und dem Müssiggange entrissen werden, ist jedem unvarchiischcn Staatsbürger bekannt.

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