Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Predigt
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 267 (sequence 13)
- Language
- German
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/26 ־"י־"*‘"‘־*'* wir überhaupt bei unfern besten Handlungen ein anstößiges Benehmen äußern, und nur Ruhmsucht und Eigennutz die Triebfedern dazu sind? Welch «in Spielraum für die menschlich« Freiheit bei den unwiderruflichen Ratbschlüssn Gottes! Auf wie viel« fache Weise können die Menschen dielen Rathschlüstcn wider« streben, und in welchen Widersprüchen können sie ihre An« schlüge mit denselben setzen! Und wie offenbar ist's: da« durch, daß Gott alles vorher weiß, was geschieht, und beschlossen bat, was geschehen soll, sind die Menschen kemesweges ihrer Willkühr beraubt; sie können ungestört ihren Neigungen folgen und alles unternehmen und wagen, was ihnen rathsam dünkt. Fürchtet aber nicht, auf diese Art werde dem Rathe Gottes Eintrag geschehen und das Gegentbeil desselben zu Stande kommen. Nein! viel sind der Gedanken in des Menschen Herzen, und der Rathschluß des Herrn muß dennoch bestehn. II. Die Anschläge der Menschen stehen n a m l i ch m i t d e m R a t h e G o t t e s n o ch i n e i n e m andern Verhaltniß, in dem Verhaltniß einer unwillkührlichen Uebereinstimmung. Eie müssen, ohne es zu ahnden, am Ende doch zu Stande bringen, was dem Rathe Gottes gemäß ist. Doch dieß war eben daS zweite, was ich heute beweisen wollte, und es ist nicht schwer, diesen Beweis zu führen. Die An« schlägt der Menschen, worin sie auch bestehen mögen, müs« sen nämlich dem heiligen Rathe Gottes zur E r l ä u t e r u n g, Beförderung, Deschlennigung, und Recht«