Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Predigt
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 265 (sequence 11)
- Language
- German
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ditß sieht jeder «in, Gott muß es wollen, daß tuk uns arller Ausschweifungen enthalten, Gutes wirken und an ihn glauben sollen; aber in welchen vorsetzlichen, in wel. chea strafbaren Widerspruch mit diesen Rathschlüffen gerathen wir, wenn wir jwar dasselbe, aber auS Unrechten Gründen wollen. Und wie oft und es ferner c) dirMittel, welche die Menschen für ihre Anschläge Wahlen, was diese Anschläge in einen willkührlichen Wider« sprach mit dem Rache Gottes bringt. Unterjocht sollten die Israeliten werden nach dem Rathe Gottes. Aber konnte es der Wille Gottes sein, daß man sich jedes eien« den Dortheils bediente, um sie zu quälen, daß man alles aufbor, ihr Leben so schmachvoll als möglich zu machen, und daß man ihnen Lasten auflegte, die sie unmöglich ertragen konnten? — So ist es auch gewöhnlich in der Welt: bald ist's unsere Bequemlichkeit und Verschlagen« heit, bald unser Stolz und Hang zur Unruhe, was zu verwegenen Unternehmungen, was bei der Wahl der Mit« tel, dessen wir uns zur Ausführung unserer Vorsatze be« dienen, den Ausschlag giebt. Mögen wir also immerhin Gutes, etwas mit dem Rathe Gottes Ueberrmstimmendes wollen, ergreifen wir aus Bequemlichkeit unzureichende oder niederträchtige, aus Verschlagenheit listige, aus Stolz beleidigende, auS Verwegenheit gefährliche Mittel, bringen wir da unsere Anschläge nicht recht g-fiissentlich in einen Widerspruch mit dem Rathe Gottes? Kann er wollen, daß wir Böses thun sollen, damit Gutes daraus entspringe? Unserer Einsicht, unserer Klugheit, unserm Gewissen ist es überlass n, durch welchr Mittel wir in's Werk richten wollen» was wir uns vorgenommen haben. Jeder Miß« IV Iasrg. II. Band.?