Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Predigt
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 263 (sequence 9)
- Language
- German
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rugung unse.tr falschen Neigungen mißbrauchen; isi's da nicht unsere Schuld, daß unser Benehmen den Willen Gottes widerspricht? Wenn wir Fügungen Gottes, die uns rühren, uns zum Bewußtsein unseres sittlichen und religiösen Verderbens bringen, uns zu einer Sinnesän« bcrung bewegen sollten, mit Gleichgültigkeit betrachten, sic gar nicht auf uns anwenden, und bei unserm Berber« den beharren, isi's da nicht unsere Schuld, daß unsere Entschließungen dem Willen Gottes widersprechen? Andere, als weise und heilsame Absichten kann Gott bei dem waS er uns begegenen laßt, unmöglich haben; aber es bleibt uns überlass«, ob wir diese Absichten erkennen, ob wir alles demselben gemäß einrichten wollen. In einem Wider« spruche, und zwar in einem willkührlichen, Verantwortung, nach sich ziehenden Widerspruche mit dem Rache Gottes, gerochen also unsere Anschläge nochwendig, so oft wir die Absichren Gottes verkennen, so oft wir durch das, was uns nach seinem Willen begegnet, entweder zu gar keinem, oder zu einem verkehrten Gebrauche veranlaßt werden. Richtet euern Blick ferner l>) auf die Gründe aus welchem die menschlichen Anschläge zu entspringen pflegen und es wird euch eine neue Ursache ihres freien Widerspruchs mit dem Rache Gottes sichtbar werden. Darin, daß die Kinder Israels unter« drückt werden sollen, stimmen die Anschläge Pharaos mit dem Nathschlusse Gottes überein. Aber der Rathschluß Gottes, welchen Grund hatte er? die Israeliten sollten hier zur Erkenntniß Gottes gebracht werden, sie sollten einsehen lernen, daß nur Gott allein sie aus ihrer Noch hrfreicn kann, daß sie diesem heiligen und einzigen Wesen