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Sulamith · 1812-01-01 · Heft 2 · p. Seite 262

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
4 (1812)
Issue
Heft 2
Article
Predigt
Date
1812-01-01
Page
Seite 262 (sequence 8)
Language
German
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a) Welche Veranlassung hatte wohl der ägyptische König zu der Rathsversammlnng, welche die Geschichte erwähnt? was bewog ihn wohl zu den Anschlägen, die er faßte? — ״OieKinder Israel wurden frucht« bar und vermehrten sich ungemein, so daß dasLand von ihnen voll wurde." Bei dieser ungewöhnlichen Vermehrung eines fremden Volkes, kann« te der menschenfeindliche Pharao unmöglich gleichgültig bleiben, und wie groß seine Verlegenheit war , zeigen seine eigenen Worte:" Wohlan, laßt uns Nachdenken über sie, sie könnten sich vermehren! u. s. w." Daß dieß eben der Wille Gottes war, daß die Israeliten sich hier vermehren und zu einer Nation bilden sollen, das will Pharao und sein hoher Rath nicht erkennen. Gerade In Gegrntheil dessen, was dem Rache Gottes gemäß war, lassen sie sich also durch jene wunderbare Vermehrung bringen; sie fassen den Entschluß, die Israeliten anzufeinden, zu unterdrücken und sie aus dem Wege zu räumen. Eo, m. Z. gerathen noch jetzt täglich die Anschläge der Menschen in einen willkührlichen Widerspruch mit dem Mathe Gottes. Denn wenn wir Wvhlchaten Gottes, die uns zu einer treuen Verwaltung. zu einem vernünftigen Genuß, zu einer freigebigen Mittheilung an Arme und Bedrängte veranlassen sollten, leichtsinnig verschwenden, unmäßig verschweigen oder geizig bewachen, ist's da nicht unsere Schuld, daß unser Verhalten dem Willen Gottes widerspricht? Wenn wir Belehrungen Gottes, die uns aufmerksam machen, von Jerthümrrn befreien, auf andere Gedanken bringen sollen, entweder gar nicht achten, oder mit Partheilichkeit aufnehmen, oder wohl gar zur Beschö«

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