Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Predigt
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 259 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2304627-2304640-2304642-2307016--04384-2307405- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
scheu Herzen, und derRathschluß desEwi« gen allein bestehet. So laßt uns denn aufmerken und die Belehrungen sammeln, die uns in dieser Geschichte dargeboken werden. Er, ohne dessen Willen nicht das Geringste geschiehet, und dem alles gehorcht >m Himmel und auf Erden, er ent« hülle uns selbst die Geheimnisse feiner heiligen Regierung, so weit es zu unserer Belehrung und Erbauung no'thig ist und segene diese Stunde der Andacht! Beschlossen war cs im ewigen Rathe Gottes, daß die Nachkommen Abraham's vierhundert Jahre lang in einem fremden Lande unterdrückt und zu den niedrigsten Eclavenarbeiten genöthigt werden sollen, damit sie sich hier zu einem Volke bilden, ihren Schöpfer und Erlöser» den Gott ihrer Voreltern, den Gott deö Himmels und der Erden erkennen und sich der ihnen verheißenen großen Wohlthat ganz würdig machen mögen. Beschlossen war es ferner, daß jenes Volk, das sie so hart behandeln wird, der gerechten Strafe nicht entgehen und nach vielen Plagm sie endlich zur Freiheit ausziehen lassen sollen, damit dieses Volk selbst zur Eekenntniß gelange und einsehen ler. ne, daß «S bisher in Jrrthum gelebt hat und daß ein ewiges Wesen vorhanden ist, das keine ungerechte That ungeahndet läßt. Nicht umsonst ward dieser Rath Gottes dem Abraham in einer nächtlichen Erscheinung offenbaret, als ein Geheimniß offenbart, das verborgen gewesen ist von Ewigkeit her; nicht umsonst überfiel dem frommen Erzvater «ine große Furcht, ein heiliger Schauer, als ihm dieser Rath Gottes entdeckt ward. Alles sollte anzei.