Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Predigt
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 258 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2304627-2304640-2304642-2307016--04383-2307404- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
258 - wichtig ist, auf die wir bei jeder Gelegenheit zuräckkomnien müssen und die mit unserm Glauben an Gatt und an seine Regierung und mit der pflichtmaßigen Einrichtung unsers Verhaltens in einer so genauen Verbindung sicher. Zwar werden wir es nie dahinbringen, diese Sache ganz zu er. gründen, und wir bescheiden uns gern, daß sie zu jenen Geheimnissen gehöre, die kein menschlicher Verstand ganz zu durchschauen vermag; aber es ist eben sosehr unsere Pflicht darüber nachzndenken, so weit unsere Kräfte reichen, damit wir uns über so manches rathselhafte Ereigniß in der Welt beruhigen und uns vor den Angriffen des Un« glanbens sicher stellen. Und hier gilt das was der Tal' mud sagt» bestrebe dich das Gesetz zu lernen, damit du wisse st, was du demGvttrsläugner entgegen stellen kannst. Und eine bessere Auskunft über alles was hierher ge. hört, können wir fast nicht finden, als in der heiligen Geschichte von dem Sclavendienste unserer Vorfahren in Aegypten und ihrer so wunderbaren Errettung und Befrei, ung vom selbigen. Diese Begebenheit, mit allen den da» mit verbundenen Umstanden» der wunderbare Zusammen- Hang von Ursachen und Folgen, wie derselbe in der h. Schrift ausgestellt ist, macht uns das wahre Nerhaltniß anschaulich, in welchem die freien Anschläge der Menschen mit dem unwandelbaren Rathe Gottes stehen, und es ist im ganzen weiten Raume der Geschichte Israels gerade das merkwürdigste, verhängnißvollste Beispiel, das «ns vor Angen gestellt wird, um daraus die große Lehre abzun eh men, was unser angeführter Text mit kurzem Wor. trn sagt: viel sind der Gedankru in des Men«