Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Einige Worte über religiöse Reden und Predigten unter den Israeliten
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 252 (sequence 12)
- Language
- German
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L;2 Junge ui.d Alte von jeglicher Denkungsart, hören auf. merksam und mit Wohlgefallen zu und werden erbauet. Durch diese Einrichtung sind gleichwohl die gewöhn, lichen Predigten der Rabbinen keineswegs abgeschafft. Durch die Einführung deutscher Predigten wird der Ge. meinde etwas mehr gegeben, ohne daß sie etwa klagen könnte, man habe ihr dagegen etwas Wichtiges genommen.*) Erwägt man nun, wie sichtbar der große Nutzen der Predigten überall ist, welchen heilsamen Einfluß sie fast in allen christlichen Gemeinden — etwa mit Ausnahme überall den Frauenzimmer« den Vorwurf zu mach,« ge. neigt ist, daß sie, wenn fit beisammen sind, gern schwa« tzen, so daß sogar bei einigen Völkern in Nigritlen die Weiber Woss r im Munde tragen müssen, damit sie nicht so viel plappern, so weiß der Freund des schönen Geschlechts doch wohl, daß diese Beschuldigung Vorzug« lich von Wriberfeindro und stolzen Männern herrührt, die bei jeder Gelegenheit, wo von den Frauenzimmern, als von den Zierden der Schöpfung, die Rede ist, gern dewkisen, daß sie auch Mängel haben. Dem sei indeß wie ihm wolle, so zeichnen sich die grbildetern Deßau- «rinne« auch hierin vortheilhast aus, daß sie nämlich ruhig und aufmerksam «ährend der Predigt sind, und sie gern hören. ״) Der abscheulich» Verkauf der Eeremonien ist aber von den Herren Aeltesten abgeschafft worden. Das Gebet für Se. Durchlaucht den Herzog, geschieht in deut« scher Sprach« und die Form diese« GebrlS ist adgr. ändert u. f. w. Alle diese Einrichtungen finde» indeß den Beifall der Mehrzahl in der Gemeinde