Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Einige Worte über religiöse Reden und Predigten unter den Israeliten
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 249 (sequence 9)
- Language
- German
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249 strunzen jir machen, um dadurch bas sinkende Gebäude zu stützen und zum Glanze unserer Religion beizutragen; warum säumen sie denn aber, wenigstens das, in jedem Falle erlaubte, einfache und kräftige Mittel zu wählen, und von talentvollen, bewährten, im wesentlichen religiösen und moralischen Männern deutsche Predigten in den Synagogen halten zu lass?», wenn sie solche nicht selbst halten können oder wollen? — Wie leicht würde dieß zu bewirken, und besonders in den größern Gemeinden, ohne bedeutende Kosten einzufüh» reu sein. In der Auswahl der Redner müßte man aber dann allerdings sehr behutsam und vorsichtig zu Werke ge« hrn, damit diese Einrichtung durchaus nur reelen Nutzen, durchaus nur ächte Religiosität begründ?« und befestigen, und etwa keinen Nachtheil in gewisse Hinsicht hervorbrin« gen möge. Die Reden und Predigten müßten dann auch, da wo es nöthig scheint» ehe ste gehalten werden, von competenten, frommen und feingcbildeten Sachverstand!« gen gehörig geprüft, und insbesondere müßte zugleich ein vorzügliches Augenmerk dahm gerichtet werden, daß sie in einem populären Style geschrieben, nur solche Gegenstände «nthalten, die ohne irgend Jemand zu kränken, lehrreich, angemessen und heilbringend sind, und das; sie eridlich nicht etwa Dinge betreffen, von denen der größte Theil der Zu- Hörer nie etwas gehört hat und welche zum Nutzen und Heil derselben nichts beitragen. *) *) Folgende Anekdote möge hier als Warnung dienen. D>r Cardinal von!uyneS. eifrig in die Fuß tapsen der großen R-vner Bossurt und Flechier IV. Iahrg. ll. Band- S