Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Geschichte der Israeliten in Wien und im Lande unter der Ens vom Jahre 1156 an bis in den gegenwärtigen Zeiten
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 233 (sequence 17)
- Language
- German
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231 Tabor erstreckten. ')Die heutige Pfarrkirrche Sr. Leopold war ihre Schule (?ynagoge) und die Haide ihr dritter Gottesacker.'*) Im Jahre 1542 wurden sie wie die übrigen Landesinsassen angesehen, und in die allgemeine Besteuerung (Kontribution) gezogen; die Behausenden wurden mit 3 und die Haud'ltrubcnden mit 1 Pfund und 100 Gewinn belegt. Glcichwvdl mußten alle wiederholt Oesterreich bis auf Einen verlassen. Anempfehlungen von allen Seiten und das Versprechm der Juden: sich duldsam gegen die übrigen LandeSbe. wobncr zu betragen, brackt-n endlich den Kaiser dahin: Mehrere aus ihnen m!t Passen auf den Juwclenhandel unter dem Dedingnisse zu begünstigen, daß sie gültige Zeugnisse von ihrem sittlichen und rechtschaffenen Detrageu beibringen"*), dann, um den Christen schon von weitem kennbar zu sein, auf der linken Brust einen Ring von gelbem Luche in der Größe eines Thalers tragen u. s. w. Dieser Begünstigung der Juden setzte aber Moxmilian II. schon am zr. Oktober im Jahre!567 und nach ihm Fer» dinand U. am 1. März in! Jahre 1627, 1» so ferne selbe übertreten wurde, durch Gefängnis׳ uudLeibesstrafeSchran- *) Kaiser Ferdinand II. sagt in den GtifkSbriefen der Carmeliten vom Jahre!628, daß ihre Gartenmauer an den Judenmauern gränzel. '*) Man fand im Jahre 1790 dS Hauses Nro. 66 einen Grabstein, der gegenwärtig als Eckstein aufgestellt ist. *") G. Die Verordnung vom 1. Aitg. 155! welche m den Jahren r2S4, 1567,1578/ 1614, 1625 wie. verholt wurden. IV. Jahrg. II. Band 'S