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Sulamith · 1812-01-01 · Heft 2 · p. Seite 234

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
4 (1812)
Issue
Heft 2
Article
Geschichte der Israeliten in Wien und im Lande unter der Ens vom Jahre 1156 an bis in den gegenwärtigen Zeiten
Date
1812-01-01
Page
Seite 234 (sequence 18)
Language
German
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234 fen, tveil die Jüdin auf Häuser und Gründe der Land, leute darliehen; den Gutsbesitzern Geld borgten, ihnen Bedürfnisse gegen Schuldscheine lieferten, und selbst ihre Zölle in Pachtung nahmen. Diese Eingriffe empörten auch die rechtschaffenen Iu» den in Wien gegen ihre eigenen Glaubensgenossen. Cie suchten sich von ihnen zu trennen, und in der Stadt einen eigenen Aufenthalt zu erhalten. Sie erklärten sich: wenn ihnen die Ucbersiedlung nach Wien erlaubt würde, einen blsgi-iter LanitLtis in Wien mit einem Gehalte jährlicher 500 Gulden zu erhalten, das am Kienmarkte erkaufte Schwan, serische Haus bei den Siebenbürgerinnen auf immer frei zu mache», lind dasselbe zu einer Synagoge zu verwende». Dieß ward ihnen im Jahre 1622 bewilligt; aber im Jahre 1646 war noch keine Austalt zu dem Bau einer Synagoge getroffen. Vecmulhlich wurde ihre Uebersiedlung nach der Stadt, ihrer eigenen Sicherheit wegen, verzögert, weil sie sich selbst bei einer in der Stadt vo» Ohren z,l Ohren ver» breiteten lügenhaften und verläumd<rischen Sage, als hat. rm sie sich im Jahre 164; und >m Jahre 1646 von den Schweden als Spione brauchen lass׳», nicht zu übersiedeln wagten; im untern Werder (der heutigen Leopoldstadt) aber von den Studenten und dem Pöbel deßhalb unauf örlich geneckt und dadurch gezwungen wurden, die Regierung da« gegen um Schutz anznrufen Dieser ward ihnen auch den 5. und den 16. Juny im Jahre 1649 gewahrt. Die Sm« deuten wurden durch einen Ausruf zur Ruhe gewiesen, die Juden durch Soldaten in ihrem Aufcnthalte geschützt, und sowohl persönlich als eigenthümlich gegen alle fernere Mißhandlungen bei Strafe des Galgens gesichert. Di-ftm

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