Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zwei Anreden an die Schüler der Bürgerschule der israelitischen Gemeinden zu Frankfurt a. M., in den bestimmten Andachtstunden
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 129 (sequence 17)
- Language
- German
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1*9 und sprechen können: Vater! dieß Kind, das du mir ver« liehen, das Pfand, das du mir anoertrautesi — ick habe es deinem Willen gemäß, und nach meinem besten Wissen und Gewissen zur Tugend und Gottesfurcht angeleitet. Auch hat es meinen Erwartungen entsprochen, und da» durch mir die letzten Jahre versüßt. Doch habe ich dieses Glück deinem Vatersegen zu verdanken. Sehet Kinder, so spricht einst freudig des Frommen Vater am Throne Gottes, und erflehet für Kinder und Nachkommen noch den himmlischen Segen auf ewige Zeiten. Darum meine Lieben! beherziget wohl die Worte des weisen Königes — die ihr in dem Religionsunter« richte schon gehört und gelernt habt: (Sprüche 2z, 24 25.) ,,O wie freuet sich des Frommen Vater! wer weisen Sohn gezeugt, wie froh ist der! So mache dann, daß ״Vater und Mutter dein sich freuen, die dich erzogen, ״ Freude erleben mögen!" Und l K., es sind nicht einmal eure Eltern allein, die diese gerechte Erwartung von euch hegen; ihr seid es auch so vielen Andern durch die Dande des Dlutes, der Freundschaft und der Religion genau mit euch verbundenen Personen schuldig, sie durch euer Wohlverhalrcn zu er« freuen. Ihr habt treue Lehrer und Vorgesetzte, die euch den Weg der Wahrheit zeigen, und euch bisher darauf zu führen, bemüht waren, auch die wünschen es innigst, an eurer Seelcnveredlung nicht umsonst gearbeitet zu ha» den. Wenn sie nun das Glück erleben, es zu sehen und zu hören, daß ihr den euch gezeigten Weg brr Wahrheit