Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zwei Anreden an die Schüler der Bürgerschule der israelitischen Gemeinden zu Frankfurt a. M., in den bestimmten Andachtstunden
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 128 (sequence 16)
- Language
- German
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gut und glücklich zu scheu, von euch zu erfahren wünschen, daß ihr nicht umsonst die kostbare Jugendzeit verlebtet, und daß sie nicht vergebens so viel auf eure Erziehung und Bildung verwandten. Ihr wisst, wir viel ihn n daran gelegen ist, daß ihr mit jedem Tage geschickter, ver« ständiger, frömmer und tugendhafter werdet. Aber das mochte ich euch gern zu Herzen führen, und euch zu be« denken geben, daß ihr das Glück eurer Eltern machen kennt. O lieben Kinder! denket ihn doch ganz, den großen Eedapken, welche Wonne es ist, seine Eltern und Wohl« thättr glücklich machen zu können! Und das könnt ihr wirkuch l. K., ihr braucht es nur recht ernstlich zu wollen, es ist größrentheils in cuerm Vermögen, es zu bewerkstel« ligen, die Mittel dazu habt ihr in Händen, und sie wer« den euch täglich noch dazu angeboren, ihr dürft sie nur willig ergreifen und sorgfältig benutzen, so kann es euch gar nicht fehlen, das Glück eurer Eltern und Freunde zu machen und zu befördern. Das Wohlverhalten in eurer Jugend wird ihnen schon jetzt die frohesten Aussichten gewähren, denn es giebt ihnen die sicherste Hoffilung» daß ihr dereinst redliche und brauchbare M-nschen, Wohlthäter für die Welt, Freunde und Beförderer derRelgion und Tugend sein werdet, die schon hier in der Welt viele herrliche Früchte ihrer Fröwmigk it genießen, und den schon für dieses Leben verheißenen Lohn der Tugend und Gottseligkeit ärndten werden. Ruhig und zufrieden werben dann eure Eltern dereinst diese Welt verlassen, und von euch scheiben können, weil sie von euch hören und wissn, daß sie euch als Freunde Gottes und der Religion auf der Erde zurücklaffen, und weil sie dann getrost vor den Richtcrstuhl Gottes hintreten