Mannheim
Compact Memory

Sulamith · 1812-01-01 · Heft 2 · p. Seite 130

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
4 (1812)
Issue
Heft 2
Article
Zwei Anreden an die Schüler der Bürgerschule der israelitischen Gemeinden zu Frankfurt a. M., in den bestimmten Andachtstunden
Date
1812-01-01
Page
Seite 130 (sequence 18)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2304627-2304640-2304642-2306998--04225-2307276
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

und d«r Tugend wandelt, daß ihr Freunde und Verehrer der Religion und Tugend seid, dann füllt sich ihr Herz mit Wonne, dann empfinden sie Trost und Freude, und Belohnung für alle die mühseligen, anstrengenden Arbeiten, die sie auf eure Bildung verwendet. Ein treuer Lehrer hegt ja keinen starkern Wunsch, und kennt kein wichtige« res Geschäft, als den ihm anvertrauten Schülern recht nützlich zu werden, und sie zum Guten zu lenken, zu leite» und zu bilden. Welch eine Wonne muß es ihm also sein, wenn die Aufführung derjenigen, die er unterrichten, er« ziehen und bilden soll, beweiset, daß seine Bemühungen nicht vergeblich waren; wenn er sieht und hört, daß seine geliebten Schüler und Zöglinge nicht nur allen möglichen Fleiß in ihren Geschäften beweisen, sondern auch in ihrem Sinn und Wandel immer besser zu werden suchen, und daher täglich sowohl an Einsichten und Bildung des Derstandes als auch an Güte des Herzens zunehmrn, und immer gesetzter, edler und liebenswürdiger in ihrem Be« tragen werden. Im Geiste sehen dann di« Lehrer nut in« nigsier Freude schon vorher, daß solche gute hoffnungs« volle Zöglinge dereinst Stützen des Staates, Freunde der Religion, wahre Wohlthäter ihrer Mitmenschen, glückliche Erdbewohner, und endlich selige Bürger des Himmels sein werden. Sehet m. L., so könnt ihr durch euer Wohlverhalten, durch Gottesfurcht und Liebe, durch Tugenden, die Gott und Menschen Wohlgefallen, schon jetzt und künftig euer» Lehrern so wie euern Eltern die größte Freude machen. £>! daß euch diese Betrachtung recht kräftig ermuntern könnte, schon in eurer Jugend gut und rechtschaffen zu denken und zu handeln. Der Gedanke, ich erwecke durch

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.