Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Schriften von und für Israeliten [Rezension]
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 36 (sequence 4)
- Language
- German
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?« - chen wirklich werth waren, und verlangte die Hälfte vom Profit. Aber, setzte er mit scheinbare.׳!, Ernst hinzu, daß Ihr ja ehrlich mit mir umgehet und mir die Wahrheit saget, was Ihr dafür bekommen werdet; sonst niüche ich nie wieder Geschäfte mit Euch. Wer war froher als diefer Mann? Er nahm die Sachen, die er gleich beim er« sten Anblick höher als jenen Preis taxirte, verkaufte sie, brachte Rothschilden das Kapital nebst 800 fl. Ver« dienst und sie theilten den scheinbaren Gewinn, ohne daß der Erfreute es wußte, daß ihm Rothschild eigentlich die 400 fl. geschenkt hatte. Der Edle bemerkte einst auf seiner Durchreise durch ein gewisses Städtchen einen Zulauf von vielen Menschen, und hörte besonders ein Wehklagen einer weiblichen Srim« Me, welches ihn rührte. Als er sich nach der Ursache er« kündigte, berichtete man ihm, daß daS Haus einer Frau, (christlicher Religio») Schulden halber, verkauft werde, und daß diese Fra» darüber verzweifeln wolle. Sogleich ließ er die Schuldnerin zu sich in den Gasthof rufen und gab ihr die schuldige Summe, ohne daß die Frau den Na« «rn ihres Retters erfahren konnte. Nicht langevor seinem Tode wurde hier (in Frankfurt) «ine Kollekte gesammelt. Man kam auch zu R v t h sch i l» den, und er trug, um sich nicht auszuzeichnen, nur ei« ne Karolin bei. Er erfuhr aber bei dieser Gelegenheit, wer diese Familie sei» ging des Abends zu derselben hin, und steckte ihr einen Beutel mit einer ansehnlichen Summe zu, nachdem er sich dir tiefste Verschwiegenheit auf heiligste