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Sulamith · 1812-01-01 · Heft 2 · p. Seite 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
4 (1812)
Issue
Heft 2
Article
Bruchstück aus dem noch ungedruckten Werke " Selima's Stunden der Andacht und der Weihe für gebildete Israelitische Frauen und Mädchen"
Date
1812-01-01
Page
Seite 29 (sequence 22)
Language
German
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Dahin werden die Menschen aus sehr weifen Absichten und zu großen Zwecken gesandt. Freuden und Genüsse in üppiger Fülle locken de» Menschen von allen Seiten und laden seine Sinne ein, sich an ihnen zu laben und zu erquicken. Erfahrung, Vernunft und Religion sind — wie im Garten — die drei warnendenWach« ter. Sie machen den Menschen aufmerksam, wie vergänglich das Leben, wie kurz die Dauer der Tagedaß wir nicht ewig hier verweilen, und den reizenden Aufent« hallsort wieder verlassen müssen: daß wir nichts von allen irdischen Gütern mit uns nehmen in das stille und finstere Grab. Daher die Empfehlung, vorsichtig und überlegt zu sein in der Wahl unserer Freuden, die Weisung, das Beste und Reinste zu genießen. Wie verfahren nun aber die beiden größer« Klassen der gewöhnlichen Menschen? Gerade wie dieJüng« lmge verfuhren. In ein Meer von Wollüsten aller Art stürzt sich die «ine, verwöhnt, verzärtelt und verkrüppelt sich an Leid und Seele. Die zweite huldigt dem Mammon, und betet das gol« bene Kalb an; versaget sich selbst das Allernothwendigste, um nichts von den zusammengetragnen Schätzen zu nehmen. Sie setzet sich den größten Gefahren aus, um nur mit jedem Tage an Golde reicher, an Ruhe und Zufriedenheit ärmer zu werden; sie verläugnet ihr besseres Selbst, ent« stellt ihr rigenthümliches Wesen und würdigt sich bis zum

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