Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Orobio
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 422 (sequence 6)
- Language
- German
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422 ®?ontcctuuli, * *) in den Jahren, wo er im Znguisi. tivusgcfangnisse gesessen,, so anhaltend nnd unermüdet über Metaphysik nachgedacht, daß er es so weit brachte, nach damaliger Sitte öffentliche Disputationen zu hal. ten, in denen er seine Gegner fast immer überwand und Sieger blieb. Toulouse, seine Gelehrsamkeit und auSgc. breitete Kenntnisse belohnend, ernannte ihn hierauf zum Rektor der dasigen Universität. — Nun hielt er es endlich für Zeit, seinen so lange ge. faßten Entschluß auszuführen, und sich in den Schooß sei. ner Kirche zu begeben. Er verließ daher Toulouse und ging nach Amsterdam, wo er förmlich beschnuten wurde und den Namen Isaak erhielt. Seine Kenntnisse verschaff. thcidigte, zu lebenslänglichem Gefängnis! auf dem Schlosse jvwenstein verurtheilt. Seine Gemahlin rettete ihn jedoch durch List, indem sie ihn in einer leeren Bücher, kiste aus dem Gefängnisse fortschaffen ließ. D. H. *) Raimund, Fürst von Montecucnli, zuletzt rS. misch-kaiserlicher General -jieutenant, Ordensritter des goldenen Vließes und Fürst von Amalst, der größte österreichische General vor Eugen, wurde 1628 zu Modena geboren. Er focht schon im dreißiajährigen Kriege mit großem Ruhm, und sein erster- Meisterstück war die Entsitzung der von den Schweden beliaertc» schlesischen Festung N a >n 6 l a », 1645. Er wurde aber bald von den Schweden gefangen genommen, nach Stettin gebracht und erst nach zwei Jabren ausge« Wechselt. In seiner Gefa»genss!;aft studierte er die Kriegskunst, besonders aus den Alten» nebst ander״ Wissenschaften mit dem unermüdetsten Eifer, und erwarb sich dadurch große militairische Kenntnisse, die er nach, her selbst als Schriftsteller zeigte. D. H.