Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über die Verbesserung der kirchlichen Verfassung der Israeliten in den Königl. Preußischen Staaten
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 402 (sequence 22)
- Language
- German
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40» Schwierigkeit*). Man darf sich aber bdch nicht abschre« cfcn lassen, Hand ans Werk zu legen; kann man sich auch nicht leicht über die Hauptpunkte vereinigen, so unterlasse man doch nicht, mit Nebensachen den Anfang zu machen. Man unterlasse nicht, die vielen offenbaren Mißbräuche ab« zuschaffen. Man bestrebe sich, mchr Ordnung, Harmonie zwischen dem sogenannten Chasan (dem Vorsänger) und dem Volke zu bewirken. Man suche Anstand in das Aeus« sere, in die Art des Betens zu bringen, und es wird schon sehr viel gewonnen sein. — Man suche auf der einen Seite dasjenige, was die Andacht stört, wegzuschaffen, und sei auf der andern Seit« bedacht, für Mittel zur Beförderung der Andacht zu sorgen. Man holt wieder Harfe und Zither von jenem Gesträuche an den babylonischen Ufern, wo sie seit der Auswande« rung aus dem gelobten Lande bis zum n. März 1812, nur Klagen und Seufzer zum Himmel anstimmten, lasse sie wieder lieblich ertönen in unserm Eotteshause. Sanft erhebt sich das Herz in frommer Andacht zu Gott empor, wenn eine liebliche Melodie Gedanken und Worte beglei« tet. — Ich kenne recht gut die Gründe, welche man wider .*) Ich habt bereits oben bemerkt, daß ich mich hier auf die einzelnen Veränderungen nicht einlasscn kann und werde, und wiederhole solcher nochmals. Die Vorschläge über die einzelnen Abänderungen, über welche pro und contra debatkirt werden kann, gehören nicht vor das Volk. Sie gehören einzig und allein vor dar Forum einer zu diesem Behuf« versammelten Gesellschast von Rabbinen und andern Talmudiften. Einer solchen Versammlung aber bin ich bereit, meine Vorschläge vorzulegen, und mik Gründen aus dem Talmud und Maimonides zu unterstützen.