Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über die Verbesserung der kirchlichen Verfassung der Israeliten in den Königl. Preußischen Staaten
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 400 (sequence 20)
- Language
- German
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18140 nach dem glücklich errungenen Siege, sind viel« dieser Krieger mit hoher und höchster Bewilligung in denSchooß ihrer Familien;mückgekehrt, wo sie als ächte Mosaisten leben lind eben so bereit sind, beim ersten Rufe des Vaterlands wieder jit den Fahnen zu eilen. Dieses beweist hinlänglich, dast die mosaischen Gesetze uns nicht hindern, alle bürger» lichen Pstichten mit der größten Gewissenhaftigkeit zu tu füllen, daher es sich auch Niemand, der es aufrichtig mit der Nation und der Sache Gottes meint, beikvmmen lassen darf, ein Iota vom Gesetz anzutastrn. Nur die Bethauser und Lehrschulen müssen eine andere Verfassung bekommen. Aber mit der Synagoge muß der Anfang gemacht werden. Schulen allein werden, nach den besten pädagogischen Prinzipien eingerichtet, immer nicht den erwünschten Erfolg hervorbringen, so lange die Synagoge, gleichsam die Erziehungsanstalt der Väter, besonders solcher, die keine Schule gehabt haben, nicht an» ders geformt sein wird. Es muß aber. wenn es um die kirchliche Verfassung der Israeliten besser werden soll, Kern von Schale sehr genau gesondert werden. Aus mißver» standenen Aussprüchen der Talmudisien, legt der größte sentanten der Israelitischen Gemeinde, mir aich. Ich Verr ckteke ihn auch in der Synagoge» in Gegenwart des Oberlands ׳Rabbiners, nach meinem besten Wissen und Gewijsen, als ächrer Molaist und als ein vom Staate vereideter Beamter. Nach vollzogenem AktuS, betrat der gedachte Oberlands - Rabbiner die Kanzel, ertheilte meinem Vorträge lauten Beifall, und munterte die junge»!eure nochmals auf, meine Worte zu bcherzi» gen. Mit größtem Patriotismus haben sie, und viele neuerdings hinzugekommrnen Freiwilligen, sich zu den Fahnen begeben.