Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über die Verbesserung der kirchlichen Verfassung der Israeliten in den Königl. Preußischen Staaten
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 399 (sequence 19)
- Language
- German
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39f auf der andern Seite ist, Hot man für die Moralität einer Nation zu fürchten. — Höchst erfreulich ist es mir nun noch, dasjenige, was jener große Staatsmann für dir größte Schwierigkeit der Einbürgerung der Israeliten hielt, durch die That widerlegt zu sehen. Im genannten trcffli« chen Buche S.!4;. heißt cs: ״Der erheblichste Grund, ״aus dem man die Unfähigkeit der Juden zu völlig ״gleichen Rechten mit den übrigen Bürgern des Staats ״folgern könnte, ist wohl dieser, daß man glaubt, die ״Juden werden durch ihre Religion abgehalten, Krie» ״gesdienste zu thun - weil diese ihnen am Eabbath zu ״fechten und weite Märsche untersage u. s. f." Diesen erheblichen Scheingrund hat der letzte so glücklich vollen» dete Krieg hinlänglich widerlegt. Unter allen Gat» tungen von Militairs traf man Jsraeliti» sche Krieger an, keinerseits aber hört man eine Klage, daß sie durch ihreReligion ir« gend einen Kriegesdienst vernachlaßigt hätten. Wie manchen ziert nicht Offizier» degen und ritterlicher Orden, welche für die rühmliche Thätigkeit desselben zeugen. Zu dieser Thätigkeit, zu dieser Pflichterfüllung wurden sie von den Rabbinen selbst aufgemuntcrt*). Jetzt aber (im Sept. *) Der würdige Oberlands - Rabbiner, Herr A. Karfunke l in Breslau, gab bei dieser Gelegenheit ein seltenes Beispiel von Bescheidenheit- Als er nämlich den Jsraeliti» schen Kriegern vor dem Auömarsche den Eid abnehmen und sie durch eine gehörige Auseinandersetzung der Bür» gerpflichren zur Treue «ufmuntern sollt«, trug er, da er der deutschen Spracht nicht mächtig ist, diesen AktuS durch eine Deputation aus berMitte der Herren Rcprä--