Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Menschenfreundliche Charakterzüge
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 328 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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־י4^~י-^»?2? betroffen und erschüttert, nehmen den Fremdling an, und stellten ihn ihren zwei hoffnungsvollen Knaben als Lehrer vor. Unv P. rechtfertigte ihr Vertrauen! In kurzer Zeit erwarb er sich durch seine Lchrart und Aufführung die Liebe und Achtung der Eltern und Kinder. Er selbst wurde am Enve wie ein Kind des Hauses gehalten, und sah sich im Stande, ein eignes Etablissement zu begründen. Einst — es war an einem Winterabende — sitzt der grme Daniel an feinem spärlichen Kohlenfeuer, und denkt eben über seine hülflose Lage nach, als an die Thüre ge« pocht wird, und auf ein ״Herein!" ein junger reichgeklei« derer Mann hinein tritt. Daniel, dem eine so glänzende Erscheinung etwas Fremdes war, blieb betroffen sitzen, und jener zögernd in der Thüre stehn. Erst nach einer langen Pause tritt Daniel dein Fremden mit der Frage entgegen: ״Mein Herr, wen habe ich die Ehre..." Da stiegt ihm der Fremde an die Prust. ״Wie, Daniel, kennst du deinen armen P. nicht mehr!" Jetzt ging es an ein Küßen und Herzen, und der arme Hauswirrh war so vergnügt, wie er vielleicht nie gewesen. ״Nun, rief er, Gottlob, daß es so gekommen ist. Mir war es immer» als müßte ich Sie noch einmal als vornehmen Herrn se« hen; unv doch könnt' ich Sie so lange nicht erkennen. Daran ist aber mein armes Stübchen schuld. Ueberall würd' ich sie auf d n ersten Anblick erkannt haben; nur hier nicht. — ״P. wollte ihm eine Börse in die Hand drücken, was er aber standhaft ausschlug» um, wie er sagte, sich selbst seine Freude nicht verdächtig zu machen.