Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Linguistische Analekten
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 315 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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31* schm Worte ravir, obwohl dieses mit jenem »irsprüncchch gleichbedeutend ist; denn הלוך שולל heiße im Hebräische« von einer unmäßigen Trauer überwältigt scyn (>liea, cap, 1. v. 8.); im Französischen aber heißt ciro ravi von einer großen Freude afsizirt scyn. — In )euer Sprache also wird die sinnenberaubende Macht der Trauer, i» dieser aber der Freude zugeeignet. Wer dürste in dieser entgegen» gesetzte» Epracbwcndung nicht die entgegengesetzten Cha« rattere des düstein, mehr zur Trauer geneigten Orient««!ers — und des muntern, zur Fröhlichkeit mehr aufgclegten Franzosen betnerken? Es ist bereits im dritten Abschnitte unserer: ד״הה כעולם הנדמות bemerkt worden, daß die alten hebrai« schm Dichter statt mehrerer in der Prosa üblichen Namen sich neue periphrnstische Nennwörter gebildet haben, als: die Wörter ,המול, die w!r (nur) in der he« braischen Poesie der erwärmenden Sonne, den schattenreichen Bäumen, und den cmporstcigcndcn Wolken an der Stelle der in der Prosa üblichen Namen . עננים beigclegt finden. Eo wie die!akcimschcn Dichter sich;. B. das Wort acquor zur Beucimuag des fiachgra« den Meeres statt des in der Prosa üblichen Namens man•, oder das Wort so1״p<?8 statt des gewöhnlichen Namens: *qm>8 gebildet haben. — W r glauben h,׳r noch hinzusetzen zu können, daß die hebräischen Dichter hierin noch weiter als die römischen gegangen sind, indem sie sich oft auch pcriphrastische Zeitwotter g bilde! haben, als die Zeitwörter: יעיר, deren sie sich statt des in der Prosa üblichen Zeitworts ללבט oder יאדז bedienen, und zwar