Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Katechismus der mosaischen Religion zum ersten Unterricht für Israelitische Knaben und Mädchen [Rezension]
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 248 (sequence 3)
- Language
- German
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*48 -ich aus dem Lande Mizraim rc.) *)• Eben aus dieser Ursache thut die Bibel auch keiner besondern Erwähnung »an der Unsterblichkeit der Seele, weil man nach den Be. griffen des Judaismus zwar einen Kultus, nicht aber «ine Religion vorschreiben, und dies« Letztere einzig und allein in unserem eigenen Gemüthr aufgehn, niemanden aber eingetrichtert werden kann. In diesem Sinne also scheint uns ein Israelitischer Katechismus, wenn man dieses Wort in seiner gewöhnli« chen Bedeutung nimmt, ein wahres Unding, das entwe« -er kein Katechismus oder kein Lehrbuch des Mosaischen Kultus (welcher, wie wir glauben, nur uncigentlich der Mosaische Glaube genannt wird) seyn kan». Jndeß wenn das Judenthum auch keine Glaubensartikel lehrt, so setzt «s doch deren voraus, so besieht es doch gro'ßtentheils aus sinnlichen Erinnerungsmalen an übersinnliche Wahr« heiten, und wenn dasselbe also gleich keine Konfirmation «rfordert, so muß doch eine solche, bejdnders wenn ihr *) Der Verfasser der HelacJ1״r Gfdalot (הלכות גדילות) sagt daher mit Recht: רריג מצות הס כייס גזירותיו של הק״בה אשר גזר עלינו לעשותם או מנענו שלא נעשה אבד* האמונה במציאתו יתעל׳ שהוא העקר והשורש אשר ממנו יולדו המצות אין נכנס בחשבון הזה Siehe auch Mendelsobns bebräischcn Kommentar über obige Schriftstelle (Num. 20. 1.), woselbst diese Worte / nebst den ähnlichen Meinungen vieler berühm» rer Rabbinen citirt und die entgegengesetzten des Maymonides u. a. widerlegt werden. Besonders aber verdient Mendelssohns Jerusalem hierüber nachgelesen zu werden.