Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Katechismus der mosaischen Religion zum ersten Unterricht für Israelitische Knaben und Mädchen [Rezension]
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 247 (sequence 2)
- Language
- German
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beschäftigen, welch׳ man großcntheils dem G.müthe darbieten muß, nicht aus demselben entwickeln kann. Die Eänc nun, welche die Religion zu glauben gebietet, faß׳!ich vsrzutcagen und so viel möglich den Gefühlen und Gedanken des Kindes anzupassen, ist das Geschäft des Katecheten. Die christliche Religion also, welche in allen Konfessionen mehr, re naturalistische und supcrnaturalistische Glaubensartikel lehrt, ohne deren Annahme niemand für einen Christen gelten kann (Math, io, 32, 33. ib. 17, 20. Luc. 7, 50. ib. 8, 48. Joh. 3, 15. u. c. in. Q.) bedarf eines Katechismus, einer Glaubenslehre, nicht bloß als H ü l f s in i t t e l zum Religionsunterrichte, sondern 'als wesentlicher Bedingung zur Konfirmation, ohne deren Annahme der Konfirmand nicht in den Bund der Christen ausgenommen werden kann. Nicht so der Israelitische Kultus. Der Israelit erkennt zwar auch mehrere ewige Wahrheiten, weil er ein Israelit ist) aber er ist nicht ein Israelit, weil er diese Eätze anerkennt,(?) sein Kultus führt ihn zur Erkennrniß derselben, aber er erfordert deren Anerkennung keineswegs. Daher sind uns die großen Wahrheiten der natürlichen Religion nicht da« mit wir sie glauben, sondern damit wir sie uns zu G e m ü t h e f ü h r c tt möge n vorgelegt: (וידעת היוס והשבות אל לבבך כי ה' הה* האלהים ובו') Daher ist in den zehn Geboten, der eigentlichen Quintessen; der Israelitischen Religion das Dascyn Gottes nicht als Glaubensartikel, sondern bloß in Beziehung auf ein Faktum vvrgetragen (Ich bin der Ewige dein Gvtt, der