Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Betrachtungen am Neujahrstage, über die Flüchtigkeit, den Wechsel und den großen Werth der Zeit und über die Anwendung derselben
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 226 (sequence 4)
- Language
- German
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hat; darum nehmen sie Abschied von der Welt, 'ohne ihr genützt zu haben, und ohne dießseits gehörig vorbereitet zu seyn, wollen sie doch jenseits ausgenommen Werden. Die Thoren! wollen über eine Ewigkeit zu gebieten haben und wußten doch nicht mit einem Augen« blicke umzugrhen und Maaß zu halten. Die Elen« den! die ihre Zeit als einen bloßen Spielraum für ihre Einfalle und Launen, für ihren Leichtsinn und ihren Stolz, für ihre Thorheiten und Wollüste, für ihren Müßiggang und ihre Schmausereien bettachten und mit ihrem Leben so verfuhren, als gehörten sie nur dem niedrigen Staube an, und nicht auch dem hohen Himmel, als wären sie nur auf die Erde berufen, um an einer reichen Tafel dem Leibe gütlich zu thun und sich dann, um desto besser zu verdauen, dem Schlafe, dem ewigen Schlafe hinzugeben. — Vor dieser Thorheit, Kinder Jakobs! wollen wir uns sorgfältig hüten! Und heute an diesem großen heiligen Tage, wo wir an der Gränzlinie der Vergangenheit und der Zukunft stehen, wollen wir unser Eemüth zu einigen wohlthätigen Betrachtungen erheben, welche die Flüchtig, keit, den Wechsel und den großen Werth der Zeit ange« hen und uns über die Anwendung derselben zu beleuchten suchen. O, daß der Herr und Richter der Welt auf uns herabschen möge, wenn wir das geheiligte Wort seines getreuen Knechtes unserer Andacht zum Grunde legen. Es ist das Wort des göttlichsten Mannes, Moses, in dem 90. Psalm, Vers 12., und lautet, w,e folgt: . בב הכמהS למנות ימינו כן הודע ונביא Ach lehre uns unsere Tage zählen, damit wir ein weises Herz erlangen!