Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Gedanken
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 208 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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ist es erfreulich, ifat! dienen zu dürfen. Ein Her;, das Gott liebt, weiß wohl, wie es das;u verstehen hat. 3■ Abkürzungen im Lesen*). Wie unersättlich ist der Mensch, besonders der le« sende! Sogar zersir1׳ute Gedanken liefet er zerstreuet, und blättert und schaut in Sentenzen, anstatt sie von vorn anzufangen, zuerst ein wenig herum. Findet er ,ine sentenziöse Kürze und Abwechselung schon vor, wie er sie in keinem weitschweifigen Werke genoß: so will er diese gegen die Langweile noch einmal abgekürzt und ab« gewechselt sehen. Ich weiß nicht, wie man diesem Lesen «in Ende machen soll- 4lülus der neuesten Echrift des Herrn Friedrich Heinrich Jacvbi.) Gleich dem Thiere erwachet auch der Mensch, zuerst, als ein bloß sinnliches Geschöpf an der bloß sinnlichen Natur. Gleich dem Thiere erkennet auch er anf-mas nur die Mutter. Dem Thiere aber gab die Natur s.lbst nur Brüste, kein Angesicht. Darum, wie cs die Brüste vergisset, so vergißt es auch der Murrer. Herzios ist das Thier, daher auch vernunftloS. Der Mensch sie« het auf von der nährende» Brust, erhebt Angesicht zu Angesicht, empfindet Liebe, lernet Liebe und ge» Von Jean Paus