Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Gedanken
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 209 (sequence 4)
- Language
- German
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209 tvinnt Erkenntniß. Er konnte rmr weinn..jtzt kachelt er. — Eiche da hebet de» Lächelnden, den Lallenden und schon mit den Händen Reichenden — bald nun auch des später» Kusses fähig — die Mutter aus ihrem Schooße auf des Vaters Arm. Wie auf dem AnZesichke des Menschen, die verborgene, unsichtbare Seele — sichtbar sich ausbrückt, bervordringt, unbegreiflich sich mitthei.'t, und durch diese gcheimnißvolle Mitlbcilnnq Rede und Verständlich der Rede zuerst gebiert, so drücket auf dem Angesichte der Natur Gott unmittelbar sich aus, thcüct sich, durch die in Andacht verwandelte Empfin. düng, dem Menschen unbegreiflich mit; lehre den min a u ch am U e b e r si n n l i ch >- n, am 11{וו t r f ch affen? n, erwachten Geist — stan::nein Wonnelante des Schonen,- Wonnelaute des Gute», anssprechen endlich jedes Wort des Lebens: Seinen Namen. Mir alle nennen Vernunft, was uns in uns selbst gewiß macht, was mit höchster Gewalt in uns de. saht und verneint. Ohne Gcwißheir k-.i»e Vernunft, ohne Vernunft keine Gewißheit. Wer, dicß erkennend, jedem seiner Mitmenschen, wie sich selbst, die Befugniß der Intoleranz;»gesteht, der allem ist wahr. Haft tolerant; und auf eine ai.dre Weise soll es niemand sey». Denn eine wirkliche Gle chgüliigkeir in Absicht aller Meinungen, da sie nur aus einem durch, gäligigen Unglauben entspringen kann, ist die schrecklichste Eutartlmg menschlicher Natur. P iv. Iahrg. 1. Vaud.