Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Pestalozzi über Religion
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 177 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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frau * ehe sie ein Weib ist, und der gierige Jüngling ist erschöpft, ehe er die Zeichen des Mannes trägt. Ja sie welket, die Dlüthe der Menschheit, die Gottcs nicht achtet, sie welket und stirbt wie die Bluthen des Frühlings, die vom Nebel ersticken, und, von tödtenden Miktagswinden versengt, abfallen. Und wenn er auch in der Blüthe nicht stürbe der Jüngling, der Gottes vergißt, sondern, wie es unter Hunderten kaum einem gelingt, doch Mann würde und Greis: so gewinnet der Eottesvergessene doch mehr Leiden und Plage, als Jahre und Tage. Der Mann, der im Anblick des Weibes nicht den Engel des Herrn verehrt, dessen Hand ihn zur Anbetung des Allmächtigen führt; der Mann, der im Filde der Unschuld des Säuglings nicht Gott findet — dieser Mann findet nicht Friede beim Ausgang der Sonne, und nicht bei ihrem Niedergang ׳ er findet nicht Friede in der Freu, de der Erndte, nicht in den Reizen des Frühlings, und nicht in den Thrancn des Bettlers. Das Leben dieses Mannes ist das Leben des unstc. ten Treibsandes, vom seichten Strome der Untiefen bewegt — der nichtige Sand schwellet zu Bergen, und ver. gehet wieder, wie wenn er nicht da war; auf ihm schei« tert der Schiffer, und wer ihm nahet, sinket in Abgrund. Das ist das Bild des Lebens der Menschen, die Got. tes nicht achten, und das Bild ihres grauen Alters erre. get Entsetzen. IV. Jahr-. 1. Band. N